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Prepaid-Karten: Tipps für Einsteiger

Immer weniger junge Menschen möchten sich langfristig an einen Mobilfunkvertrag binden. Stattdessen bevorzugen sie günstige und flexible Prepaid-Karten. Hier sind einige wichtige Informationen und wertvolle Tipps dazu.

Seit einigen Jahren wird der Trend immer stärker, dass Prepaid-Karten hierzulande immer beliebter werden. Früher war ein Vertrag eine beliebte Methode, um ein günstiges, subventioniertes Handy zu erhalten. Heutzutage kaufen Kunden ihre Geräte jedoch lieber separat. Dank größerer Möglichkeiten, wie zum Beispiel auf eBay Kleinanzeigen, kann man selbst original verpackte Smartphones von Privatpersonen deutlich günstiger erwerben als im Handel. Warum sollte man sich also an einen teuren und langfristig laufenden Vertrag binden, wenn es auch flexibler geht?

Die Prepaid-Karte, die früher vor allem bei Jugendlichen oder Senioren beliebt war, verkauft sich mittlerweile wie warme Semmeln. Kein Wunder, denn mittlerweile bietet fast jeder Discounter eine eigene Mobilfunkmarke an. Noch nie war es einfacher, an eine Prepaid-Karte zu kommen, und die Preise waren im nationalen Vergleich nie günstiger. Dank der großen Konkurrenz. Wer möchte sich heute noch an einen Mehrjahresvertrag binden, wenn in einem halben Jahr schon das neue iPhone erscheint?

Prepaid-Karten bedeuten übrigens nicht, dass man auf eine Flatrate verzichten muss. Im Gegenteil: Die meisten Mobilfunkanbieter bieten Pakete an, die eine bestimmte Anzahl an Inklusivminuten zum Telefonieren, SMS und ein Datenvolumen enthalten. In der Regel sind es ganz normale Allnet Flats, wie man sie auch bei Verträgen kennt. Ist das Datenvolumen aufgebraucht, kann es gegen einen Aufpreis aufgestockt werden. Im Rahmen der sogenannten Datenautomatik führen viele Anbieter mittlerweile eigenständig eine Auffrischung des Datenvolumens durch, wofür jedoch bezahlt werden muss. Nicht jeder Kunde mag diesen neuen Komfort.

TIPP Wer es besonders günstig möchte, sollte eine Freikarte nutzen. Diese kostenfreien Simkarten gibt es beispielsweise bei O2, aber auch bei Vodafone (Callya).

o2 Prepaid Freikarte
o2 Prepaid Freikarte
0.00€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet: 99¢/Tag 225Mbit/s (LTE)
o2 my Prepaid Basic
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1.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet: 99¢/Tag 225Mbit/s (LTE)
o2 Prepaid M
o2 Prepaid M
14.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: 20 GB 300Mbit/s (5G)
o2 Prepaid L
o2 Prepaid L
19.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: 30 GB 300Mbit/s (5G)
Den Überblick über alle Prepaid-Tarife gibt es hier: Prepaid Vergleich.

Startpakete gibt es meist kostenlos

Wenn man sich entscheidet, ein Smartphone mit einer Prepaid-Karte zu betreiben, kauft man in der Regel ein Startpaket. Fast jeder Mobilfunkanbieter bietet solche Pakete an, die neben der SIM-Karte auch ein Startguthaben enthalten. Meistens entspricht das Startguthaben dem Preis für das Startpaket oder liegt zumindest in der Nähe, sodass der Einstieg nur wenige Euro kostet.

Bevor man sich für das erstbeste Startpaket entscheidet, ist es sinnvoll, sich über die Netzabdeckung am Wohnort zu informieren. Während es im D1-Netz selten Probleme gibt, kann es bei D2 (Vodafone) und O2 in manchen Fällen Kritik geben. Außerdem profitiert nicht jeder überall von schnellem 5G. Da man sich jedoch nicht langfristig an den Prepaid-Anbieter bindet, kann man im Zweifelsfall unkompliziert wechseln.

Wer seine Rufnummer von einem alten zu einem neuen Mobilfunkanbieter mitnehmen möchte, sollte sich vorher über das Verfahren und die Kosten informieren. Alle größeren Anbieter gewähren eine Bonusgutschrift, wenn man seine Rufnummer mitnimmt. Dies soll die Kosten beim alten Anbieter decken, der für seinen Aufwand eine Gebühr berechnet. Mittlerweile wurde die Obergrenze für die Kosten der Rufnummernmitnahme auf 6,82 Euro festgelegt. Einige Anbieter, wie die Telekom, berechnen gar nichts mehr, wenn die alte Rufnummer mitgenommen werden soll. Nach dem Ausfüllen eines Formulars kümmert sich in der Regel der neue Anbieter darum, dass die Rufnummer übernommen wird. Eventuell ist eine Bestätigung des Vorgangs beim alten Anbieter nötig. Es ist wichtig, die notwendigen Fristen einzuhalten, damit die Rufnummer nicht neu vergeben wird.

AltersgruppeAnteil der Prepaid-Nutzer
14-29 Jahre66 %
30-49 Jahre44 %
50-64 Jahre28 %
65 Jahre und älter12 %
AltersgruppeAnteil der Prepaid-Nutzer
14-29 Jahre66 %
30-49 Jahre44 %
50-64 Jahre28 %
65 Jahre und älter12 %

Die Verteilung der Prepaid-Nutzer nach Altersgruppen in Deutschland zeigt, dass die Prepaid-Nutzung vor allem bei jungen Menschen beliebt ist. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen nutzen 66 % der Menschen eine Prepaid-Karte. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen liegt der Anteil der Prepaid-Nutzer bei 44 %. In der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen sind es 28 % und in der Altersgruppe der 65 Jahre und älter nur 12 %.

Diese Verteilung lässt sich folgendermaßen erklären:

  • Junge Menschen sind in der Regel flexibler und haben weniger Geld zur Verfügung. Prepaid-Tarife bieten ihnen die Möglichkeit, die Kosten für Telefonie und Internet zu kontrollieren.
  • Ältere Menschen haben in der Regel ein höheres Einkommen und sind daher eher bereit, einen Vertrag mit fester Laufzeit abzuschließen.

Die Verteilung der Prepaid-Nutzer nach Altersgruppen ist in den letzten Jahren relativ stabil geblieben.

TIPP Die Callya Prepaid Simkarte kann kostenfrei bestellt werden und bietet viele Tarifoptionen, die sich für alle Altersklassen lohnen

Callya Classic
Callya Classic
0.00€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet: 3¢/MB 7.2Mbit/s (LTE)
Callya
 Allnet Flat S
Callya Allnet Flat S
9.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: 1 GB 300Mbit/s (5G)
Callya Digital Allnet Flat
Callya Digital Allnet Flat
20.00€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: 35 GB 300Mbit/s (5G)
Den Überblick über alle Prepaid-Tarife gibt es hier: Prepaid Vergleich.

Vorsicht vor Handys mit SIM-Lock

Auch Prepaid-Anbieter bieten zu ihrem Startpaket gelegentlich ein Handy oder Smartphone an. Diese Geräte haben in der Regel einen SIM-Lock, was bedeutet, dass man sie für einen bestimmten Zeitraum, meistens zwei Jahre, nur mit einer SIM-Karte des entsprechenden Anbieters nutzen kann. Dies schränkt die eigene Flexibilität ein und senkt den Wiederverkaufswert.

Nach Ablauf dieses Zeitraums kann man einen Entsperrungscode eingeben und das Smartphone mit jeder beliebigen SIM-Karte verwenden. Leider geben nicht alle Anbieter diesen Code freiwillig und automatisch heraus; manchmal muss man ihn anfordern. Wer das Handy vorzeitig entsperren möchte, muss eine Gebühr zahlen. Solche Kombipakete aus Prepaid-Karte und Handy lohnen sich finanziell selten, weshalb sie kaum nachgefragt und immer seltener angeboten werden.

Nachdem das Startguthaben aufgebraucht ist, muss die Prepaid-Karte wieder aufgeladen werden, da der Anbieter sonst keine Leistungen erbringen kann. Aufladekarten gibt es in nahezu allen Einzelhandelsgeschäften: Tankstellen, Supermärkte, Discounter, Kioske usw. Früher waren dies Rubbelkarten, heute erhält man meist einen Kassenbonausdruck mit dem Aufladecode. Auch einige Bankautomaten bieten die Möglichkeit, das Prepaid-Konto mit neuem Guthaben aufzuladen.

Keine Roaming-Gebühren im EU-Ausland

Heutzutage kann man dank des Online-Kundenkontos den gewünschten Aufladebetrag ganz einfach vom Provider abbuchen lassen. Alternativ kann auch eine regelmäßige Lastschrift vereinbart werden. Manche Mobilfunkanbieter bieten an, das Guthaben automatisch aufzustocken, sobald es unter eine vorher definierte Grenze sinkt.

Eine Vereinfachung für Prepaid-Kunden wurde beim Thema Roaming eingeführt. Die Europäische Union hat ein Gesetz beschlossen, das besagt, dass für Dienstleistungen im EU-Ausland keine höheren Gebühren mehr anfallen dürfen. Egal ob fürs Telefonieren, SMS oder Surfen – wer im EU-Ausland Urlaub macht, zahlt nur noch so viel wie in Deutschland.

Etwas komplizierter geworden ist es hingegen, eine Prepaid-Karte zu erwerben. Seit Juli 2017 dürfen Prepaid-Karten nicht mehr anonym verkauft werden. Früher wurden zwar auch Name und Anschrift abgefragt, allerdings hat niemand die Richtigkeit der Daten überprüft. Nun muss an der Supermarktkasse der Personalausweis vorgelegt werden. Damit will die Bundesregierung den Missbrauch von Prepaid-Karten im Zusammenhang mit Terrorismus und Kriminalität verhindern. In anderen EU-Ländern sind Prepaid-Karten jedoch weiterhin ohne Identifizierung erhältlich, was für Urlauber eine kostengünstige Alternative sein kann.



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